DM Pressebericht 1. HREC

Deutsche ´Corona´ Meisterschaften im Rollkunstlaufen

Trotz toller Platzierungen keine richtige Stimmung

In der vergangenen Woche hat in Darmstadt, im Landesleistungszentrum, die Deutsche Kür Meisterschaft stattgefunden. Nachdem vor wenigen Wochen der eigentliche Ausrichter abgesprungen ist, die Läufer ihre Hotels wieder storniert haben, haben parallel einzelne wenige Landesverbände versucht einen Ausrichter zu finden, der sich in der Lage gefühlt hat, dies unter den erschwerten Bedingungen zu stemmen. Kurzzeitig hatte die Motivation der Sportler daraufhin ein kleines Tief. Das Jahr war so schon schwer genug für alle und die Hanauer Rollkunstläufer freuten sich sehr auf die nationalen Titelkämpfe, nachdem sich alle auch dafür qualifiziert hatten. Die Meisterschaft wurde gesplittet und somit gab es vorerst nur die Kür Wettkämpfe. Diese fanden unter sehr strengen Bedingungen statt. In die Halle durften die Eltern nur zum Wettkampf des eigenen Kindes, was dazu führte, dass die Zuschauer Ränge ziemlich leer waren. Auch die Vereinskollegen durften nicht live bei ihren Trainingspartnern dabei sein. Es durften auch nur Trainer in die Halle, wenn sie einen Sportler am Start hatten. Bei den Schüler D hat der 1. Hanauer REC gleich drei vielversprechende Talente, die alle eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Nachdem die Aktiven mit drei Stunden Verspätung, aufgrund eines Stromausfalls, an den Start gehen konnten, war man gespannt, was die Kids jetzt noch zustande bringen werden. Melisa Sen konnte sich mit einer fehlerfreien Kür und ihrem bezaubernden Lächeln den zweiten Platz sichern. Vereinskollegin Edelina Kern lief auch fehlerfrei, nur die Pirouetten glückten ihr nicht ganz so gut. Knapp verpasste sie das Treppchen und belegte Platz 5. Dicht gefolgt von Jennah Keim auf Platz 6, die den größten Entwicklungsschub dieser drei jungen Damen hingelegt hat. Alle drei müssen im kommenden Jahr in die nächst höhere Klasse aufsteigen. Ebenfalls drei Starterinnen gingen bei den Schüler C an den Start. Etwas Pech hatte Klara Putzo. Spontan hatte sich die Einlaufgruppe geändert und Putzo war plötzlich nicht mehr in Gruppe zwei, sondern eins. Schnell zog sie noch ihre Schuhe an und absolvierte so gut es ging ihre dadurch verkürzte Einlaufzeit. Kein Schiedsrichter war ansprechbar, sodass sie dann mit einem semiguten Einlaufen in den Wettkampf ging. Dies steigerte die Nervosität, welches ihr dann trotz gutem zureden und auch einer positiven Einstellung, etwas im Weg stand. Es gelang ihr nicht alles, so wie sie es kann und sie belegte Platz 11. Marlene Holzwarth hatte es auch nicht ganz einfach mit ihren Nerven. Sie steckte noch bis zum Donnerstag davor in Quarantäne und durfte trotz negativem Test nicht das Training absolvieren. Dies verunsicherte etwas und hinderte sie daran, ihre tollen Sprünge und Pirouetten aufs Parkett zu legen. Dazu kam noch eine Bestrafung für ihr davor gelobtes Kostüm, welches sie zwei Plätze gekostet hat und am Ende auf den 13. Platz brachte. Dritte im Bunde war Mia Kühn. Sie lief auch nicht ganz fehlerfrei und folgte ihrer Vereinskollegin auf Platz 14. Trotzdem können die drei zufrieden und stolz auf sich sein, da es für alle die erste Kürmeisterschaft in dieser Größe war und ihnen in Zukunft noch alles offen steht. Auch sie müssen im kommenden Jahr aufsteigen. Bei Schüler B 2 startete Kati Neuburger und zeigte was sie kann. Nach einer fehlerfreien Kurzkür belegte sie Platz 3. Auch in der Kür zeigte sie ihre Verbesserung, riskierte auch etwas und wurde belohnt. Am Ende konnte sie den Treppchenplatz nicht ganz halten und belegte einen supertollen 5. Platz. Neuburger muss nächstes Jahr in die Schüler A hoch. Bei den Schüler B 1, dem jüngeren Jahrgang, lief Mia Rabb. Etwas verhalten zeigte sie ihre Programme und musste sich in beiden Programmen kleine Fehler zugestehen, welche ihr am Ende den 8 Platz brachten. Sie wird im kommenden Jahr nochmals in dieser Gruppe an den Start gehen können und kann dann auf gute  Erfahrungswerte zurückgreifen. Bei den Schüler B Jungen überzeugte Tiziano Martino. Er hat zwar noch keine Startberechtigung für den HREC, ist aber schon Vollblut Mitglied und wird im kommenden Jahr unter der schwarz-weißen Flagge des Vereins laufen dürfen. Er ließ die Konkurrenz deutlich hinter sich und holte mit großem Vorsprung den Sieg nach Hause. Bei den Schüler A konnten nur zwei HREClerinnen an den Start gehen, da Marlen Charrier noch verletzungsbedingt pausieren muss. Neuzugang Tiffany Schnabl sicherte sich mit ihrem Kurz und Lang Programm den zweiten Platz und überzeugte einmal mehr mit ihrem außergewöhnlichen künstlerischen Ausdruck. Jasmin Sen hatte in ihrem Kurzprogramm etwas Pech. Dies lief nicht ganz rund. Trotz ihrer guten Kür konnte sie nicht so viel aufholen und somit belegte sie am Ende Platz 6. Beide bleiben ein weiteres Jahr in dieser Klasse. Jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken. Wann und wo die Deutsche Pflicht Meisterschaft stattfinden wird, steht noch nicht ganz fest. Was jedoch fest steht ist, dass dort 14 Hanauer Sportler am Start sein werden. Diese trainieren fleißig und wollen auch dort ihr bestes zeigen. (Pressebericht Nathalie Wiedmann-Heinz)

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